Transparente Kommunikation

03.11.2015

Das 13. internationale PhD Symposium des Vienna Biocenters durchleuchtet vielfältige Aspekte der Kommunikation und findet vom 5. bis 6. November 2015 statt.

Organisiert wird das Symposium ausschließlich von Doktoranden der vier Forschungsinstitute des Vienna Biocenters: Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP), Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI), Max F. Perutz Laboratories (MFPL) und Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA). 

Bezüglich der Themenauswahl wurde sehr großer Wert darauf gelegt, dass die Inhalte des Symposiums interdisziplinär sind und somit die Interessen aller Institute vertreten. Das Thema des diesjährigen Symposiums – Kommunikation – wurde von den Doktoranden selbst ausgewählt und in vier Ebenen aufgeteilt: in die intrazelluläre (innerhalb der Zelle), interzelluläre (zwischen den Zellen), die intra-organismale (innerhalb des Organismus) und die interindividuelle (zwischen einzelnen Individuen) Kommunikation. Heuer wurden 18 hochangesehene Wissenschaftler aus Deutschland, England, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und den USA eingeladen. Sie werden über die Rolle der Kommunikation in verschiedenen Bereichen der Biologie sprechen - von der Molekularbiologie bis hin zu Biolinguistik und zur Pflanzenbiologie.

Die Ausrichtung einer PhD Konferenz ist für die Studenten eine einmalige Möglichkeit, um mehr über Organisation, Management und Logistik zu erfahren. Sie bietet Gelegenheit, erstklassige Wissenschaftler kennenzulernen und sich mit internationalen Doktoranden auszutauschen. Die Kontakte, die auf diese Weise geknüpft werden, und die Fähigkeiten, die erlernt werden, sind für die weitere Karriere überaus nützlich. In diesem Jahr haben sich 300 Besucher für die kostenlose Teilnahme registriert. Etwa die Hälfte von ihnen ist am Vienna Biocenter tätig, die übrigen Studenten reisen aus 25 verschiedenen Ländern an.

 

Hier eine kleine Auswahl der Sprecher:

Steve Diggle (Centre for Biomolecular Sciences, University of Nottingham, UK)

arbeitet über die Kommunikation bei Bakterien und die Regulation der Virulenz bei Pseudomonas aeruginosa. Seine Arbeit verbindet Evolutionstheorie mit empirischen Studien, um zu verstehen, wie sich Signalisierung, Virulenz und Pathogenität entwickeln. Er ist auch daran interessiert, ob mittelalterliche Arzneien zur Behandlung von Infektionskrankheiten verwendet werden können. Sein Labor bereitet Rezepturen zu, die von alten Texten übersetzt wurden, und testet sie gegen Antibiotika-resistente Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus.

 

Daniel Davis (University of Manchester, UK)

interessiert sich für Vorgänge, die sich auf der Oberfläche von Zellen während der Interaktion mit Immunzellen abspielen. Er wird neue, mit Hilfe von hoch- und super-auflösenden bildgebenden Verfahren gewonnene Daten präsentieren, die spannende Einblicke in die molekulare Erkennung von menschlichen natürlichen Killerzellen geben.

 

Joanne Webster (Royal Veterinary College & Imperial College, London, UK)

konzentriert sich in ihrer Forschungsarbeit auf die Evolution, Epidemiologie, das Verhalten und die Kontrolle von Parasiten bei Mensch und Tier. Ihre Arbeit beinhaltet Forschungsaufenthalte in Afrika und Asien, um die Rolle von Haus- und Wildtieren hinsichtlich der Übertragung von Krankheit beim Menschen aufzuklären.

 

Simon Fisher (Max Planck Institute for Psycholinguistics, Nijmegen, NL)

befasst sich mit der spannenden Frage, wie Kinder ihre Muttersprache erlernen. Es wurde lange vermutet, dass die Antworten auf dieses Rätsel in unserem Erbgut zu finden sind. Ziel der Forschung ist es, Variationen in der DNA hinsichtlich verschiedener Facetten menschlicher kommunikativer Fähigkeiten zu entdecken. Große Fortschritte wurden durch die Untersuchung von Kindern mit sprachbedingten Erkrankungen gemacht.

  

Am Ende des zweiten Tages des Symposiums wird heuer erstmals der Mattias Lauwers Award für die beste Seminar-Präsentation verliehen. Ebenso wird am Abend des zweiten Tages die beste Dissertation am Vienna Biocenter prämiert.

 

Communication: Let’s talk about it

Ort: Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, IMP Hörsaal, 4. Stock
Dr. Bohr-Gasse 7, 1030 Wien
Zeit: 5. November, 9:30 – 18:15 Uhr; 6. November, 9.30 - 19.15 Uhr

 

Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm: www.vbc-phd-symposium.at

 

Rückfragen:

Dr. Sophie Hanak, M.sc.
Communications Manager
Institut für Molekulare Biotechnologie GmbH
Vienna Biocenter (VBC)
Dr. Bohr-Gasse 3, 1030 Wien
Tel.: 01 79044 3628
E-Mail: sophie.hanak@imba.oeaw.ac.at

The Vienna Biocenter in the third district of Vienna has established itself as the premier location for life sciences in Central Europe and is a world-leading international bio-medical research center.

 

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