Kikuë Tachibana- Konwalski erhält für ihre Forschung an der Eizelle die renommierte Walther Flemming-Medaille

02.03.2017

Im Rahmen der Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie in Leipzig wurde am 2. März 2017 die Walther Flemming Medaille an die IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – Gruppenleiterin und EMBO Young Investigator Kikuë Tachibana-Konwalski vergeben.

Am 2. März 2017 erhielt Kikue Tachibana Konwalski die renommierte Walther Flemming Medaille der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ) für ihre herausragenden Forschungsleistungen. DGZ-Vizepräsident überreichte die Urkunde.

Dieser Preis richtet sich an junge WissenschaftlerInnen bis 38 Jahre und zeichnet außerordentliche Forschungsleistungen im Bereich der Zellbiologie aus. „Walther Flemming hat Generationen von ZellbiologInnen inspiriert und hat auch meine Forschung stark mitgeprägt,“ zeigt sich die frischgebackene Walter Flemming Preisträgerin geehrt.
Kikuë Tachibana-Konwalski ist insbesondere von der Biologie der „Mutter aller Zellen“ fasziniert. In ihrer Forschung befasst sie sich intensiv mit den molekularen Eigenheiten der Eizelle und wie nach der Befruchtung durch Neuorganisation zweier Genome aus einer Zelle, der Zygote, ein ganzer Organismus entstehen kann.

Durch zahlreiche Publikationen konnte Kikuë mitunter wichtige molekulare Ursachen des „Maternal-Age-Effect“ beschreiben, wie etwa das Protein Kohesin, das die Chromosomen bei der Reifeteilung wie ein Ring umgibt, aber mit fortschreitendem Alter der Mutter brüchig werden kann - Chromosomenfehlverteilungen und Trisomien können die Folge sein. Die Erkenntnisse ihrer Forschung sind nicht nur für die Reproduktionsmedizin relevant, sondern auch für die Stammzellbiologie. Kikuës Forschung könnte es etwa möglich machen, die Mechanismen, die einer Zelle ihre totipotenten Eigenschaften verleihen, zu verstehen.

Kikuë Tachibana-Konwalski
Kikuë Tachibana-Konwalski wuchs in Österreich, Japan und Großbritannien auf und spezialisierte sich im Rahmen ihres PhDs an der Universität Cambridge auf Zellzyklus- und Krebsforschung. Anschließend war sie PostDoc in Kim Nasmyth´s Forschungsgruppe in Oxford, wo sie Kohesin in weiblichen Maus-Keimzellen untersuchte - damit leistete sie wissenschaftliche Pionierarbeit. Seit November 2011 ist Kikuë Gruppenleiterin am IMBA, wo sie an den molekularen Kontroll-Mechanismen von Eizelle und Zygote forscht, um altersbedingte Unfruchtbarkeit bzw. Trisomie-Risiken bei Frauen besser zu verstehen. 2013 erhielt Kikuë einen ERC Starting Grant für ihr Projekt “Chromosome inheritance from mammalian oocytes to embryos”.

Walther-Flemming-Medaille
Im Jahre 2004 hat die Deutsche Gesellschaft für Zellforschung (DGZ) erstmals einen von der Gesellschaft selbst gestifteten Forschungspreis vergeben. Der Preis ist benannt nach einem Pionier der zellbiologischen Forschung, Walther Flemming, der um 1875 den Ablauf der Zellteilung genau beschrieb und den Teilungsvorgang als Mitose bezeichnete. Walther Flemming gehört damit zu den herausragenden Gründervätern der zellbiologischen Forschung und ist daher ein würdiger Namenspatron für diesen bedeutenden Preis der deutschen Gesellschaft für Zellbiologie. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht auf dem Titelbild einer zellbiologischen Fachzeitschrift eine attraktive Mitosespindel prangt, ohne dass den meisten der Ursprung der Mitoseforschung bewusst ist. Die DGZ erinnert mit diesem Preis an den Initiator. Der Preis wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen aus allen Gebieten zellbiologischer Forschung an junge WissenschaftlerInnen bis 38 Jahre vergeben. Der Forschungspreis besteht aus einer Medaille und einem Geldpreis in Höhe von EUR 2.000, anteilig gesponsert durch das European Journal of Cell Biology des Elsevier-Verlages.

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