HERZREGENERATION

„Kardiale Regeneration“ – Hoffnung auf Erholung des Herzens nach einem Infarkt

Forschen für den medizinischen Fortschritt. Erst vor kurzem fanden Forscher heraus, dass sich das Herz – entgegen bisherigem Kenntnisstand – nach Schäden wie Infarkten, doch regenerieren kann. Allerdings nur zu einem Prozent. Am IMBA wollen die Forscher diesen Reparaturprozess samt Zellneubildung vollständig nachvollziehen und verstehen. Die Wissenschaftler gehen dann der Frage nach, wie man den Prozentsatz der Regeneration des menschlichen Herzmuskels steigern könnte, um künftig irreversibel geschädigte Herzmuskelzellen durch Herzmuskelzellneubildung zu ersetzen.

Das Herz – unser Lebensmuskel

Unser Herz erfüllt die Aufgabe einer muskulären Pumpe zur Aufrechterhaltung des lebens­notwendigen Blutflusses und ist somit eines der wichtigsten Organe. Es befördert täglich etwa 9000 Liter Blut durch unseren Körper und muss sich dazu 50 bis 100 Mal pro Minute kraftvoll zusammenziehen.

Wenn Menschen einen Herzinfarkt erleiden, wird das Muskelgewebe des Herzens geschä­digt, da es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bereits 15 Minuten einer solchen Unterversorgung führen zu einem irreversiblen Verlust an funktionsfähigem Herz­muskelgewebe. In Folge lässt seine Kontraktionsfähigkeit nach. Um diesen Verlust zu kompensieren, müssen die verbleibenden vitalen Herzmuskelzellen eine deutliche Mehrarbeit leisten, die so sehr an den verbliebenen intakten Herzmuskelzellen zehrt, dass es zu einem fortschreitenden Verlust dieser Zellen kommt. Daraus resultiert das klinische Bild einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die zu einer Unterversorgung mit Blut und Sauerstoff des gesamten Organismus führt. Die Folgen: Wasseransammlung in Beinen und Füßen oder der Lunge, Atemnot. Insgesamt gibt es in Europa schätzungsweise 10 Millionen Menschen, die unter Herzinsuffizienz leiden. Zu den möglichen Ursachen für Herzschwäche zählen u.a. Bluthochdruck, Arteriosklerose oder ein vorangegangener Herzinfarkt.

Was aber wäre, wenn es gelänge, diese Herzschwäche aufzuhalten oder gar zu verhindern? Was wäre, wenn man den Herzmuskel dazu bringen könnte, sich zu regenerieren – ähnlich wie sich die Leber oder unsere Haut regeneriert?

Diese Fragen stellt sich Kardiologe und Molekularbiologe Dr. Bernhard Johannes Haubner im Rahmen seiner Forschungstätigkeit in der Gruppe Penninger am IMBA. Schon in 2-3 Jahren erwartet Haubner erste Ergebnisse, die Anknüpfungspunkte für künftige - und neuartige – Herztherapien – liefern können.

 

Fördersheet Herzregeneration

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