Kikue Tachibana-Konwalski

Wie teilen sich Chromosomen in einer Eizelle?

  • Bei älteren Müttern steigt die Häufigkeit einer Trisomie („Down-Syndrom“) mit steigendem Alter. Tritt die Trisomie bei Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren nur bei etwa 3% aller klinisch erkannten Schwangerschaften auf, sind es bei Frauen im Alter von 40 Jahren bereits 30%. Diesen Zusammenhang nennt man “Maternal Age Effect”.

    Die meisten Trisomien entstehen durch Fehler der Chromosomenteilung während der allerersten Zellteilung nach der Befruchtung der Eizelle. Kikuë Tachibana-Konwalski und ihr Team untersuchen die molekulare Grundlage der Chromosomenteilung. Sie wollen verstehen, wie dieser Prozess mit der Entstehung des Down Syndroms zusammenhängt. Diese Studien haben in einer Zeit, in der insbesondere in westlichen Ländern das Durchschnittsalter von Erstgebärenden zunehmend ansteigt, große Bedeutung.

    Relevant in diesem Zusammenhang ist die Meiose, eine besondere Form der Zellteilung, bei der Keimzellen mit doppeltem Chromosomensatz (diploid) zwei Runden Chromosomenteilung ohne zwischenzeitliche DNA Verdoppelung durchlaufen. Dadurch entstehen die haploiden Ei- und Spermazellen (mit je nur einfachem Chromosomensatz). Der Proteinkomplex Cohesin ist entscheidend für eine fehlerfreie Zellteilung bei der Meiose. Cohesin formt einen Ring, der die Schwesterchromatiden über den gesamten Prozess zusammenhält. In ihren Forschungsarbeiten hat Kikuë Tachibana-Konwalski ein System entwickelt, das sogenannte TEV-Protease-Schnitt-System, mit dem der Cohesin-Komplex in lebenden Zellen deaktiviert werden kann. So lässt sich sein Einfluss auf den korrekten Ablauf der Meiose effizient studieren. Möglicherweise lassen sich dadurch bislang unerforschte Aspekte weiblicher, altersbedingter Unfruchtbarkeit beleuchten.

  • Kontakt:

    Kikue Tachibana-Konwalski
    Gruppenleiter
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Für detailliertere Informationen zur Forschung von Kikue Tachibana-Konwalski besuchen Sie bitte unsere englische Webseite.

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